Gift und Gnade

Der Umgang mit Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen betrifft uns alle, irgendwann.

Mit dem Stück „Gift“ der holländischen Autorin Lot Vekemans thematisieren die Künstler*innen den Umgang mit Tod und Abschied von geliebten Menschen, was uns alle irgendwann betrifft. Das Team setzt auf die kathartische Kraft des Theaters und inszeniert an Orten, wo der Abschied in der Regel geschieht: in Kirchen, auf Friedhöfen, in Krematorien oder an anderen zum Thema passenden Lokalitäten.

Zum Stück:
Nach mehr als zehn Jahren begegnen sich ein Mann und eine Frau am Ort, an dem ihr Kind begraben wurde. Beide haben nach dem Schicksalsschlag unterschiedliche Wege eingeschlagen, um das traumatische Erlebnis zu verarbeiten. Ihre Beziehung hat dem Druck nicht Stand gehalten. Der Grund ihres Treffens ist ein Brief, der die "Umbettung" des Kindes ankündigt, nachdem auf dem Fried-hof Gift im Boden gefunden wurde. Das Elternpaar begegnet sich unsicher und versucht eine Annäherung. Der Schmerz hat eine nur schwer überbrückbare Kluft zwischen ihnen aufgetan. "Gift" könnte man als eine tastende Suchbewegung zweier Menschen, bezeichnen, die versuchen Vergangenheit und Gegenwart zu akzeptieren. In gemeinsamen Erinnerungen möchten sie Ruhe finden und Vertrautes wieder zulassen.

Statements:

Ein Mann und eine Frau, die sich ihren Gefühlen, ihrer Not, ihrer Schuld und ihrer Sehnsucht nach Glück mutig stellen. Eine eindrückliche Herausforderung, ein Mehrwert für Alle die dabei waren. Sabine Brantschen und Annik Freuler, Seelsorge, Pfarrei Bruder Klaus Oberdorf

Es gibt kein «richtiges» und «falsches» Trauern. Wenn die Trauernden wenigstens annähernd in Kontakt zueinander kommen, ist schon viel gewonnen. Die schauspielerische Leistung von Lilian Naef und Markus Amrein: Hervorragend! An Ackaert Kössler, Hebamme / Hubert Kössler, Spitalseelsorger

Das Kreiskonzept...schafft eine besondere Atmosphäre, erlaubt eine Annäherung an dieses sehr intime Gespräch zwischen den beiden Figuren aus verschiedenen Blickwinkeln. Joanna Mühlemann, Pfarrerin Zollikofen

Wir sind alle sehr beschenkt zurück nachhause gefahren. Warum gehen wir nicht öfter ins Theater? Simon Bärtschi, Pfarrer Hilterfingen

Ein Abend, der die Seele berührt – das Beste, was Theater sein kann. Ursula Eberle

Ein Brief, ein Telefon, zwei Menschen mit Taschen, drei Holzkisten, das genügt. Dieses Spiel ist (k)ein Theater, es berührt existentiell. Ruedi Odermatt, Pfarreileiter Steinhausen ZG

Wenn man an einem dunklen Novemberabend in der Kirche mit heissem, würzigen Tee willkommen geheissen wird, und eine Schauspielerin und ein Schauspieler mit Gesten, Worten, laut und leise, unsere eigenen Schmerz-Rüstungsstrategien so zu spielen vermögen, dass sie sie aufbrechen... dann wird Schmerz sichtbar. Colette Staub, Pfarrerin Frutigen

Was mich besonders angerührt hat. Kommunikation, Nichtkommunikation, Aushalten von Schweigen, Missverständisse, Umdeutungen... All das kommt in diesem grossartig verdichteten Text und wunderbar inszenierten Stück zum Ausdruck. Reto Beutler, Pfarrer und Leiter der Fachstelle "Leben und Sterben“ in Bern


Herzlichen Dank allen Fördernden, die diese Produktion ermöglichen:
Kultur Stadt Bern, Swisslos Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Ernst Göhner Stiftung, Bürgi Willert-Stiftung, Migros Kulturprozent, GVB Kulturstiftung, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Ev.-ref. Gesamtkirchgemeinde Bern, Katholische Kirche Region Bern


Sprache Deutsch

Mitwirkende

Regie

Eva Mann

Spiel

Lilian Naef, Markus Amrein

Begleitung Dialog

Sylvia Garatti

Kostümbild

Regula Hug

Produktionsleitung

Marie Theres Langenstein

Assistenz Produktionsleitung

Nina Sautter

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